Montag, 5. März 2012

Glück - Eine Momentaufnahme.

Meine Gedanken sind ganz schön quirlige kleine Geister. Sie schwirren bunt durcheinander, lassen sich selten lange festhalten und führen mich oft an die unmöglichsten Orte. Und wenn sie nicht meine Gedanken wären, hätten sie mich vermutlich schon längst in den Wahnsinn getrieben.

Aber an manchen Tagen ist es anders.

Dann stelle ich auf dem Weg zum Einkaufen fest, dass die Sonne scheint und dass die Wattewölkchen hübsche Bilder an den blauen Himmel malen. Ich setze mich auf eine Bank, lasse mir das Gesicht von der Sonne wärmen und beschließe, dass es mir ziemlich gut geht.
Ich beobachte die Leute, die vorübereilen und genieße die Zeit, die paar Minuten auf der Bank. Einfach, weil ich sie habe.
Ich lasse meine Gedanken frei und sie fliegen zum Himmel und sagen den Wolken hallo. Aber sie schwirren nicht so sehr durcheinander wie sonst. Sie haben es nicht eilig heute.
Und so fliegen sie ganz ruhig umher, mal hierhin und mal dorthin. Ich lasse ihnen die Zeit.
Nur ein Gedanke bleibt zurück, ganz ruhig in meinem Kopf. Einer, der zwischen den vielen anderen sonst oft untergeht, weil er sich nicht gern in den Vordergrund drängt. Aber jetzt ist er da, ganz allein:

Ich bin glücklich.


Zu zweit verbringen wir noch ein paar Minuten auf der Bank. Ich, mit dem Gesicht im Sonnenschein und einem Lächeln auf den Lippen. Und der Gedanke, der es genießt, mal für einen Augenblick der wichtigste zu sein. Zumindest bis die anderen wieder zu mir zurückkehren und die Zeit uns eingeholt hat.

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