Donnerstag, 6. Oktober 2011

Der Mond und ich


Letzte Nacht stand der Mond vor meinem Fenster. Ganz leise hat er angeklopft.
Ein bisschen verloren sah er aus, wie er so alleine dort im kalten Regen kauerte, ganz ohne Schirm. Da habe ich ihn hereingebeten.
Zusammen haben wir uns bei Früchtetee und Keksen aufgewärmt und uns dabei angeschwiegen. Er ist nämlich ein bisschen schüchtern, der Mond, und redet nicht viel. Überhaupt redet er nur über ganz kleine Dinge. Die machen ihn am glücklichsten, sagt er.
Lange konnte er leider nicht bleiben, denn er wird ja gebraucht, dort oben am Himmel. Damit man das große Loch zwischen den Sternen nicht sieht.
Aber als er wieder ging, hat er mir versprochen, mich von nun an öfter zu besuchen.
Und ich habe versprochen, ihn hereinzulassen.
Damit wir beide nicht mehr so einsam sind.

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