Freitag, 17. Dezember 2010

Alle Jahre wieder - Anekdoten von hinter der Ladentheke

17. Dezember

Dass es zu Weihnachten öfter mal etwas teurer wird, ist wohl eher ein offenes Geheimnis. Da kommt es doch recht häufig vor, dass im Geldbeutel gähnende Leere herrscht und das Kleingeld nicht einmal mehr für den neusten Rätselblock reicht. Oh Schreck, da war doch vorhin noch so viel drin?!
Wie gut, dass es da einen Helfer gibt in der größten Not. Das geliebte Plastikgeld wird es schon richten und in den meisten Läden wird der kleine Kunststofffreund ohne Murren akzeptiert. Weihnachten scheint gerettet, zumindest für den Moment. Denn ganz so, wie es Murphy will, sind es immer diese Augenblicke, in denen sich das gemeine EC-Gerät dazu entschließt, die Karte nicht lesen zu wollen. Und die zufällige PIN-Abfrage wird auch zielsicher immer genau den einen Kunden des Tages erwischen, der die vier Zahlen hinter den Sternchen gerade nicht im Kopf hat.
Wenn die Kundin auf der anderen Seite des Kassentisches kreidebleich wird, sobald man sie um die Eingabe ihrer Geheimzahl bittet, weiß man schon Bescheid.
»Könnten Sie mir das kurz reservieren? Ich gehe nur mal eben zur Bank, bin in zehn Minuten wieder da!«
Tatsächlich kehrt dieselbe Kundin nach der angekündigten Zeit zurück, diesmal allerdings knallrot im Gesicht. Zu dumm, dass auch der Bankautomat die verfluchte Nummernkombination wissen will!
»Könnten Sie mir die Bücher vielleicht bis morgen früh reservieren?«, fragt die Kundin zaghaft und man nickt verständig, schließlich ist auch ein Buchhändler kein Unmensch.
Insgeheim hofft man allerdings doch, dass sie in der Nacht den richtigen Traum haben möge – den von vier kleinen Ziffern und einem großen grünen Knopf.

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