Donnerstag, 16. Dezember 2010

Alle Jahre wieder - Anekdoten von hinter der Ladentheke

16. Dezember

Im Trubel des Weihnachtsgeschäftes gehen so manche Dinge verloren. Da Weihnachten ungünstigerweise meistens auf den Winter fällt, schleppt man ja auch so einiges mit sich herum.
Da findet sich bei Ladenschluss schon mal ein herrenloser Regenschirm in der Auslage, ein vergessener Handschuh auf der Lesecouch oder auch ein Schal zwischen abgestellten Einkaufstüten. Dass sich fremde Plüschtiere in der Kinderspielecke einnisten und es sich gut gehen lassen, ist ebenfalls keine Seltenheit.
Interessanter wird es dann, wenn von irgendwo ein Handy »Last Christmas« klingelt oder irgendjemand auf dem Parkplatz vergeblich den Schlüssel zu seinem neuen Mercedes sucht. Die Rabeneltern von Kreditkarten und Personalausweisen finden sich meist schneller wieder an, ganz im Gegensatz zum Besitzer der halb vollen Bierflasche im Kinderbuchregal.
Doch nicht nur Gegenstände gehen hin und wieder verloren, sind es doch gerade die beweglichen Mitbringsel, die sich gerne mal selbstständig machen.
Da läuft der Dackel schon mal allein durch die Buchhandlung und schnell wird einem auch klar, wie Maria zur Weihnachtszeit zum Kinde kam, wenn es zaghaft am Hosenbein zupft und ein dick eingepackter Zwerg mit großen Augen »Mama?« fragt.
Und nicht selten bekommt man von hilflos dreinblickenden Kunden in diesen Tagen auf die Frage »Suchen Sie was Bestimmtes?« die Antwort:
»Ja, meine Frau.«

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